Eine Selbsthilfegruppe ist kein Fertig-Menü!

Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse von Menschen, die gleich gelagerte Probleme haben und sich gegenseitig, ohne professionell geschulte Kräfte helfen.

Wir sind eine Selbsthilfegruppe, die zu größten Teil aus Betroffenen besteht. Hier gibt es keine Fachleute, keine Therapeuten, Ärzte oder andere, die unsere Spielregeln bestimmen. Wir sind alle gleichwertig und für uns selbst verantwortlich. Jeder spricht hier nur von seinen eigenen Erfahrungen.

Wenn Sie von einem Treffen enttäuscht sind, dann haben Sie wahrscheinlich etwas anderes erwartet. Das kann niemand außer Ihnen wissen. Also überlegen Sie sich, was Ihnen nicht gefallen hat und erzählen Sie es beim nächsten Treffen der Gruppe, damit die anderen auf Sie eingehen können.

Wenn Sie Ihre Überlegungen nicht vor der Gruppe aussprechen möchten, dann suchen Sie sich jemanden aus der Gruppe, der Ihnen sympathisch ist und sprechen Sie mit ihm oder ihr darüber. Das können Sie auch machen, wenn Ihre Überlegungen von der Gruppe nicht so angenommen werden, wie Sie das wünschen.

Gehen Sie trotzdem zu den nächsten Gruppentreffen. Jedes Treffen ist anders, die Teilnehmer wechseln und die Stimmung der Einzelnen ist auch an jedem Tag anders. Deshalb gefällt es Ihnen vielleicht beim nächsten Treffen viel besser bei uns.


Was gibt mir die Gruppe?

Aufklärung = welche Krankheitssymptome gehören zur Krankheit

Gemeinschaft = ich bin nicht allein mit dieser Krankheit

Unternehmung = ob Gymnastik oder Wandern, was wir können

Vertrauen = das man gemeinsam neue Wege zur Genesung sucht

Gespräche = evtl. Entdeckung, dass man noch etwas einreichen oder anmelden muss, aber auch, dass verschiedene Eingaben zwecklos sind. Trotzdem: nie aufgeben!!

Solidarität = auch für andere Gruppen


Info-Dienst der Selbsthilfekontaktstelle Köln